Der Sinn einer Krankheit

    

Auf den ersten Blick verbinden wir mit Krankheit zunächst die Empfindung von Disharmonien , nicht eins mit sich selbst zu sein - bis hin zu schwerstem Leid (Schmerzen, Aussichtslosigkeit, Nicht-mehr-aushalten können dieses Zustandes).

Wie sieht eine solche Disharmonie energetisch aus ?

Aus energetischer Sicht haben wir es bei Krankheiten immer entweder mit

Überfunktion

oder

Unterfunktion

zu tun (zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Fieber oder Untertemperatur, Arthritis oder Arthrose). Gemäß dem Schöpfungsgesetz von Geben und Nehmen erreichen wir eine Harmonisierung, in dem wir in dem einen Falle "Energie geben" (also bei Schwäche und Unterfunktion), im anderen Falle nehmen. Auch Schmerzzustände korrespondieren immer mit entweder zuviel oder zuwenig Energie in einem bestimmten Bereich.

 

Die Liebe ist in diesem Geschehen die stärkste Heilkraft

 - dies gilt sowohl beim energetischen Heilen

als auch bei der Gebetsheilung.

    

 

Eine Disharmonie stellt sich m.E. dann ein, wenn wir von unserem Weg abgekommen sind, eine Abzweigung genommen haben. So gesehen wäre Heilung die Wiederherstellung der in der Schöpfung ruhenden Harmonie - das Wiederfinden unseres eigentlichen Weges.

Unsere Seele hat im tiefsten Innern sehr wohl ein Gespür dafür, was ihrem Seelenheile förderlich wäre und was nicht. Oftmals gestattet sie sich selbst erst nach jahrelangen Hindernissen, den für sie segensreichen Weg in die Freiheit zu gehen.

In diesem Zusammenhang können wir den Sinn von Krankheiten beleuchten. Manchmal brauchen wir eine Auszeit -Zeit zum Nachdenken-  zum Umdenken- so soll es nicht weitergehen - und bekommen als "Ausweg" erst einmal eine Grippe, die uns diese Pause vom Alltagsgeschäft ermöglicht.

Manchmal verstricken wir uns auch derart in unglückliche Beziehungen und halten an Mustern fest, die es schon seit langem aufzulösen gilt. Erst eine schwere Erkrankung öffnet uns die Augen, dass Handeln erforderlich ist - Zeit für eine Veränderung. Wobei der feste geistige Entschluss, etwas so nicht länger mitzumachen, nicht zwangsläufig zu einer Trennung führen muss.

Die Symptome, unter denen wir leiden, sagen oftmals recht genau aus (Entsprechungen), wo wir aus der Ordnung (Harmonie) herausgefallen sind.

Nun ist es nicht ausreichend, die Symptome allein zum Verschwinden zu bringen, sondern die eigentliche Ursache, den tiefer liegenden Sinn einer Krankheit zu erfassen. Der erste Schritt hierzu ist die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Thematik der Entsprechungen: die Erkenntnis, dass es sehr wohl etwas mit uns selbst zu tun hat, ob wir auf unserer "Wanderung" durch Krankheit und Leid schreiten müssen (Wie will Gott mich haben, was stimmt an mir noch nicht ?)

 

    

 

Jakob Lorber hat aufgezeigt, dass es Zusammenhänge derart gibt, dass jede Untugend mit spezifischen Krankheiten korrespondiert.

So wird der Sinn von Krankheiten folgendermaßen erklärt: "Unsere Seelen sollen durch des Leibes Gebrechen geläutert und gereinigt werden! Was nützete euch denn eine gesunde Schale, so der Kern faul und unbrauchbar ist?" (Heil-, Diät- und Lebenswinke, S. 187)

Dieses Zulassen eines schweren Leidens hat einzig und allein den Sinn "um dem in seinem Innersten sich immer mehr geistig entwickelnden Leben einen größeren und freien Raum zu geben" (Lebensblätter I, S. 154). Nun findet diese Art der "Züchtigung" dann ein Ende, wenn der "Läuterungsprozess" abgeschlossen ist.

In diesem Sinne ist also nicht die Krankheit als solche als Übel zu sehen, sondern "sie ist der scharfe Besen, welcher das Übel auskehrt aus dem Leibe" (Lebensblätter II, S. 19).

 

"Gott hat noch keinem verwehrt, bei Ihm Hilfe zu suchen;

Er wird stärken und heilen, so es zum Heile des Kranken dient.

Wo solches aber nicht der Fall, da kann auch kein Mittel helfen."

 

    

 

Nun ist es in der Praxis so, dass ernstlich kranke Menschen eben gerade dies nicht hören wollen, diesen Zusammenhang möglichst ganz weit weg schieben. Der Gedankengang, sie selbst könnten durch ihr Denken und Tun also Mitverursacher ihrer Krankheit sein, wird von ihnen als regelrechte Kränkung empfunden, obwohl es doch gerade die Hilfestellung ist, den Blick weitet und einen Ausweg aufzeigt - nämlich auch die Hoffnung und Zuversicht aufzeigt, dass, so wie wir uns in die Krankheit hineinmanövriert haben, wir auch das Ruder herumreißen könnten, um Heilung anzustreben.

 

    

Krankheit zur Selbsterneuerung

"Denn alle Heilung kommt aus der Einen Quelle. Und ob es sich um den Bereich der Ernährung oder der Gymnastik, um die Anwendung von Arzneimitteln oder gar um das Messer handelt - alles geschieht, um die Kräfte innerhalb des Körpers zu wecken, ihnen Hilfe zur Selbsterneuerung zu geben - (die) ein Bewußtwerden der Schöpferischen oder Gotteskräfte (ist)."

"Denn jede Heilung im geistigen oder physischen Bereich bedeutet, dass jedes Atom des Körpers, jeder Reflex der Gehirnkräfte, mit der Wahrnehmung des Göttlichen, das in jedem Atom, in jeder Zelle des Körpers wohnt, in Übereinstimmung gebracht wird."

(Edgar Cayce)

 

 Krankheit als Korrektiv

"Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv, ein Werkzeug,  dessen sich unsere eigene Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns von noch größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten - und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen"  (Dr. Edward Bach ).

 

Zum Umgang mit der Krankheit

Ihr Aufmerksamkeit schenken im Sinne von "Krankheit, was willst du mir aufzeigen?"  Dieser Ansatz ist kein Trennen oder Ausklammern, sondern ein Hinschauen und verstehen lernen, Schmerzen, Wut und Angst werden nicht ausgeblendet, sondern als Teil unseres Sein erlebt und zwar als "veränderbar"  - durch die Auseinandersetzung mit diesen Emotionen verlieren sie ihre Schrecken und Macht - das Zulassen und Annehmen dieser Emotionen ist bereits ein großer Schritt in Richtung Gesundheit.

 

Im Rahmen einer intellektuellen Auseinandersetzung

 mit der Krankheit und der Deutung eines bestimmten Symptomes wird der Frage nachgegangen

"Wozu zwingt mich dieses Symptom bzw. woran hindert es mich und unter welchen Begleitumständen trat oder tritt es auf?" (nach Thorwald Dethlefsen)

 

Die Stufen von Krankheiten

Zunächst empfinden wir Disharmonien als leichte Funktionsstörungen, die dann bei Nicht-Beachtung

im weiteren Verlauf zu einem akuten Krankheitsbild werden, z.B. all die Krankheiten, die wir als "Entzündung" kennen gelernt haben (mit der Endung "itis")  ...  Sinusitis, Arthritis, Pankreatits, Gastritis, Nephritis  ...

werden nun auch diese Symptome als deutliche Aufforderung mißachtet, können sich in der Folge chronische Leiden entwickeln (z.B. Krankheiten mit der Endung "ose")  .... wie z.B. Arteriosklerose, Arthrose 

 

 Die Thematik, das Problem, das, was an uns nicht stimmig, nicht hamonisch ist, wird uns also immer wieder in verschärfter Form vorgeführt, bis wir uns aufmachen, den tiefer liegenden Sinnzusammenhang zu verstehen und eine grundlegende Veränderung herbeizuführen.

Der Ausweg heißt Bewegung - geistige Regung