Make sure that your browser is Java enabled...

 
(22:00 Uhr)

Jesus hatte zu Seiner Zeit Zeichen und Wunder getan: Er hatte die Menschen geheilt  ...   und zwar auf geistigem Wege.


Wer Jesus begegnete oder sich an Ihn wandte, konnte etwas kraftvoll Unmittelbares spüren: Seine Heilkraft, Seine Macht über Dämonen und über Naturkräfte, über Krankheit und Tod ... ja, von Ihm ging eine geistige Kraft aus, die die Menschen heilte und sie in Verbindung mit Gott stellte.

Wer Jesus damals erlebte, sah Ihn nicht nur als Prediger, sondern auch als den Heiler, der mit Geistern kämpfte und stärker war als sie. Kein böser Geist hatte gegen Ihn eine Chance. So wurde Sein Erdenweg zu einem einzigen Siegeszug: Heilungen an jedem Tag, in jeder Stadt, im ganzen Land. Denn die Lehre Jesu ist nicht nur ein theologisches Oberseminar, sondern auch praktische Lebenshilfe.

Wer sich heutzutage mit dem Thema Geistheilung etwas näher beschäftigt, wird recht schnell erkennen, dass die praktizierten Methoden derartig vielfältig, andererseits derartig verbreitet und übereinstimmend sind, dass man nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen von "eigenständigen Kreationen" bei den verschiedenen Methoden reden kann.

Sie alle bauen auf dem auf, was Jahrtausende lang bereits geglaubt, geahnt, gespürt, gewusst und als Tradition weitergegeben wurde. Die Methoden haben von daher ihren Ursprung in den langjährigen Heilungs-Erfahrungen der Menschheit. Sie sind insofern religiös, als es ihnen gelingt, die Menschen für die Begegnung mit dem Transzendenten zu sensibilisieren ... und ihnen Gott als heilende Kraft nahe zu bringen.

Aus dieser Intention heraus predigte auch Jesus. Er redete von der bevorstehenden Erlösung, von der kommenden Welt und der Notwendigkeit, sich von einer bloßen Gesetzesgläubigkeit zu lösen und zu Gott in ein neues Verhältnis zu treten, sich zur "Kindschaft" zu bekennen mit allem, was dazu gehört: Liebe, Demut, Güte, Offenheit, Mildtätigkeit.

Das sittliche Gesetz des Neuen Bundes zeigt sich deutlich und leicht fassbar mit allen seinen Folgerungen. Nicht die glänzenden Eigenschaften des Menschen zählen, sondern die verborgenen und unscheinbaren Tugenden, die jeder verwirklichen kann. In diesem Sinne haben medizin-wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass ca. 50 Prozent aller körperlichen Krankheiten ihre Ursache in psychischem Fehlverhalten haben. Gegen 90 Prozent körperlich Kranker würden Heilung oder Besserung erleben, wenn sie seelisch gesunden könnten. Darum suchen viele Heilung in der seelischen, geistigen und leiblichen Gesundung.

Diesen inneren Halt kann ihnen Jesus geben: Er brachte vor ca. 2000 Jahren tiefste Wahrheiten und höchste Erkenntnisse, die Er jedem Menschen ohne Ansehen der Person verkündete. Denn jeder ist zur höchsten Vollkommenheit berufen ... und jeder, der sich diesem Ziel stellt, wird erkennen, dass er es nicht aus eigenem erreichen kann, sondern dass der Vater Seinen Kindern dabei hilft. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen und sich der Frohbotschaft zu öffnen.

Jesus predigte nicht über eine äußere, soziologisch und politisch erfassbare Realität, sondern über eine innere, geistige Wirklichkeit, die nur mit den Augen des Glaubens erkennbar ist. Der Mensch ist dazu berufen, ein Ebenbild Gottes zu sein, ein Geistwesen, das seine Wohnstätte "im Haus des Vaters" und nicht "in der Welt" hat. In dieses "Haus des Vaters" gehen die Menschen "aus Gnade" ein, nicht weil sie ein Recht darauf haben oder für ihre Leistungen belohnt werden und es sich verdient haben. Zu dieser Rückverbindung mit Gott sind alle Menschen eingeladen. Niemand ist dabei bevorzugt, entscheidend ist allein die Bereitschaft sich mit dem Vater versöhnen zu lassen und in die bereitete Wohnung heimkehren zu wollen. Jesus sagte (Matthäus 10, 8): "Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch."

Die Macht zu Heilen überraschte die Zeitgenossen Jesu ... wobei Jesus selbst Seine Macht des Heilens auf göttliche Vollmacht zurückführte. Von daher ist Heilenkönnen eine der Geistgaben, jedoch nicht allen Glaubenden gegeben (Matthäus 10, 1): "Und Er rief Seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen."

Die Bibel sieht die irdische Welt umschlossen und durchdrungen von der sogenannten unsichtbaren Welt, in der die Engel leben, die sich unterscheiden in reine und unreine Geister, in Engel Gottes und Engel des Teufels. Letztere sind in Sünde gefallen und versuchen die Gläubigen von Gott zu trennen. Sie treten als dämonische Kräfte an den Tag in Form von Süchten, Manien, seelisch-geistigen Störungen, dem Trieb zum Bösen. Auch darüber ist Jesus Herr. Er bedient sich der Schöpfung als ihr Meister und sieht sich selbst als Arzt der Kranken.